{"id":1156,"date":"2023-09-18T07:05:26","date_gmt":"2023-09-18T05:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bgjd.de\/?p=1156"},"modified":"2023-09-18T07:05:27","modified_gmt":"2023-09-18T05:05:27","slug":"esc20-ein-kurzer-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/2023\/09\/18\/esc20-ein-kurzer-bericht\/","title":{"rendered":"ESC20 &#8211; Ein kurzer Bericht"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>von Meik N\u00f6rling<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>ESC, das bedeutet in diesem Fall nicht Escape (obwohl das, bezogen auf das Nenbutsu und diese leidvolle Welt, das \u201eBrennende Haus\u201c, schon irgendwie passen w\u00fcrde!), sondern \u201eEuropean Shin Conference\u201c, also Europ\u00e4ische Shin-Buddhistische Konferenz. Diese fand Anfang September &#8211; jetzt zum zwanzigsten Mal &#8211; im EKO-Haus der japanischen Kultur in D\u00fcsseldorf statt. Seit 1980 wird alle zwei Jahre zum ESC eingeladen. Die vorherige Konferenz, ESC19, wurde 2018 in Southampton von der dortigen Sangha um Rev. Gary Robinson und dem Chomon House ausgerichtet. Eigentlich sollte die ESC20 im Sp\u00e4tsommer 2020 in D\u00fcsseldorf und M\u00f6nchengladbach (EKO-Haus und Anjin-Do) stattfinden, aber coronabedingt musste die Konferenz dann zeitlich, und bedingt durch die Aufl\u00f6sung des Anjin-Do auch \u00f6rtlich, verschoben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch schon vor den eigentlichen ESC20-Tagen (4.-6. September 2023, Montag bis Mittwoch) gab es ein paar shin-buddhistische Events und Feierlichkeiten. So wurde am Morgen des 1. September feierlich das 30. Jubil\u00e4um des EKO-Hauses und des dazugeh\u00f6rigen buddhistischen Tempels Sanposan Ekoji begangen. Am Nachmittag erhielten 18 Leute aus verschiedenen L\u00e4ndern vom aktuellen Oberhaupt der Jodo Shinshu Nishi Hongwanji-ha, Seiner Eminenz Kojun Othani, dem 25. Gomonshu des Haupttempels Ryukokuzan Hongwanji in Kyoto, ihre Laien-Ordination (Kikyoshiki).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kikyoshiki- und Konferenz-Teilnehmer reisten aus verschiedenen L\u00e4ndern rund um den Globus an: Japan, USA, Kanada, Brasilien, Spanien, Gro\u00dfbritannien, Belgien, Niederlande, Deutschland, Schweiz. Da viele bereits vor dem eigentlichen Konferenzbeginn schon in D\u00fcsseldorf angekommen waren, konnte man die Zeit bis zum Start auch zum Austausch und Kennenlernen nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigentliche Konferenz begann dann am Montagmorgen mit einer buddhistischen Andacht im Konferenzsaal des EKO-Hauses, welcher, mit einem universellen buddhistischen Altar ausgestattet, auch als Tempel fungieren kann. Etwa 50 Personen nahmen vor Ort und ungef\u00e4hr 15 Personen via Zoom online teil. Nach Er\u00f6ffnungsworten von Rev. Matsumaru-Sensei (vor Ort) und von Zenmon-sama, dem 24., nunmehr emeritierten Gomonshu und Vater des aktuellen Oberhauptes (via Videobotschaft), starteten die ESC20-Vortr\u00e4ge, welche sich rund um das Themengebiet \u201eMitgef\u00fchl und Praxis bei Jodo Shinshu\u201c bewegten. Im Anschluss an die Vortr\u00e4ge konnten jeweils Fragen gestellt werden. Ab und an war schon zu merken, dass gewisse Themen auch Potenzial zur Kontroverse hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Rev. Kuwahara-Sensei begann mit dem Er\u00f6ffnungsvortrag direkt zum ESC20-Thema. Er stellte im Kern klar, dass wahrhaft reines Mitgef\u00fchl letztlich nur vom Buddha ausgehen kann, und dass man auf dem shin-buddhistischen Weg seine Praxis oft auch einfach nur darin findet, dass man mit anderen Shin-Buddhisten gemeinsam isst, trinkt und sich dabei \u00fcber den Dharma austauscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weiteren Vortragenden des Tages waren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kenneth Mullen (online) mit dem Thema \u201eKannon: Amidas Mitgef\u00fchl in Aktion\u201c<\/li><li>Rev. Ducor-Sensei mit dem Vortrag \u201eDie Lehren von Shonyo Shonin, dem 23. Patriarchen des Hongwanji\u201c<\/li><li>Xuan Phuc Nguyen erz\u00e4hlte seine eigene Lebensgeschichte und stellte die Frage \u201eGeburt im Reinen Land \u2013 augenblicklich oder am Ende des Lebens?\u201c.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Nach einer Obento-Mittagspause wurden die Vortr\u00e4ge fortgesetzt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Rev. Dinca-Sensei (online) musste sich bei ihrem Vortrag \u201eDer Edle Achtfache Pfad; vier Arten der \u00dcbung in Honen Shonins Senjakushu\u201c mit technischen Tonproblemen auseinandersetzen.<\/li><li>Rev. Arai-Sensei sprach \u00fcber \u201eMitgef\u00fchl auf dem Reinen Land-Pfad am Beispiel von Honen\u201c.<\/li><li>Rev. Galvan-Alvarez-Sensei und Rev. Matsunaga-Sensei referierten \u00fcber \u201eErschaffung eines mitf\u00fchlenden Raums: Rituale, Praxis und Architektur der Jodo Shinshu\u201c.<\/li><li>Alain De Preter stellte den wiederbelebten Tempel Jikoji in Belgien vor.<\/li><li>Rev. Galvan-Alvarez-Sensei stellte gemeinsam mit einem Sangha-Mitglied, Javier Tomelloso, die Online-Sangha Jinen-ko vor, die vorwiegend Spanisch gebraucht.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Der Konferenztag wurde mit einem Abendessen im Brauhaus Johannes Albrecht beschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Dienstag bot die ESC20 ein volles Programm, welches nach einer kurzen Andacht und Gru\u00dfworten, diesmal von Rev. Sasaki-Sensei (IABC) und Rev. Dake-Sensei (IASBS, per Video) mit Vortr\u00e4gen fortgesetzt wurde:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Rev. Kashiwahara-Sensei (online) hielt einen Vortrag mit dem Titel \u201eWeder Mitgef\u00fchl noch Praxis\u201c.<\/li><li>Rev. Ewers-Senseis Vortrag trug das Thema \u201eMitgef\u00fchl und Praxis im allt\u00e4glichen Leben\u201c.<\/li><li>Rev. Sasaki-Sensei stellte die Frage \u201eWas ist \u201eGro\u00dfes Mitgef\u00fchl\u201c im Shin-Buddhismus\u201c.<\/li><li>Rev. Dunn-Sensei stellte \u201eDichtkunst als Praxis\u201c vor.<\/li><li>G\u00fcnter Peters referierte \u00fcber \u201eMetta-Meditation\u201c.<\/li><li>Rev. Quirke-Thornton-Sensei stellte die \u201eSeelsorgerische T\u00e4tigkeit in Gro\u00dfbritannien aus Shin-Buddhistischer Perspektive\u201c vor.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Zum Mittagessen gab es wieder eine leckere Obento-Box. Viele genossen das sch\u00f6ne Wetter anschlie\u00dfend im Tempelgarten des EKO-Hauses bis das ESC20-Programm fortgesetzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachmittag stand im Zeichen des Themengebiets \u201e\u00dcbersetzungen\u201c und die Rev. Miyaji-Sensei, Ducor-Sensei und Nottelmann-Feil-Sensei referierten jeweils \u00fcber das \u00dcbersetzen ins Englische, Franz\u00f6sische und Deutsche. Schlie\u00dflich diskutierten sie dann untereinander und mit den Teilnehmenden \u00fcber die Problematiken des \u00dcbersetzens.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend einer Pause wurde ein Info-Video \u00fcber die Buddhist Churches of America (BCA) und deren Zentrum f\u00fcr Buddhistische Bildung eingespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte die Jubil\u00e4umsandacht zur 20. ESC in der Haupthalle des Eko-Tempels. Neun Priester nahmen im Naijin (der \u201cinnere Bereich\u201d) teil, alle anderen Konferenzteilnehmer im Gejin, in den Sitzreihen davor. Ein vierk\u00f6pfiges Gagaku-Ensemble unterst\u00fctzte die Andacht durch einschl\u00e4gige Kl\u00e4nge. Das Ganze wurde gekr\u00f6nt von einem wunderbaren Dharma-Talk von Rev. Quirke-Thornton-Sensei, der seine beiden vorher verfassten Predigten einfach ignorierte und eine aus dem Augenblick geborene Dharma-Unterweisung gab. Anschlie\u00dfend versammelten sich alle Teilnehmer zum Gruppenfoto und spazierten dann zum Italiener \u201eSpaghetti &amp; Stars\u201c um den Tag bei Gespr\u00e4chen, Bier, Wein, alkoholfreien Getr\u00e4nken und mehreren G\u00e4ngen (wahlweise auch vegetarisch) ausklingen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Konferenztag begann am Mittwoch wieder mit einer kurzen Andacht im Konferenzsaal. Im Anschluss berichtete Rev. Ilona Evers von der aktuellen Entwicklung in der BGJ-D.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde dann \u00fcber die n\u00e4chste ESC gesprochen, Vorschl\u00e4ge wurden gemacht und diskutiert. Letztlich kamen die Versammelten \u00fcberein, dass die ESC21 in zwei Jahren (2025) in Gro\u00dfbritannien, vorzugsweise in Oxford, stattfinden sollte und dass das Thema \u201eFrieden und Harmonie\u201c sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss \u00fcberreichten mir Rev. Kuwahara-Sensei und Rev. Umezu-Sensei mein Zertifikat welches die erfolgreiche Teilnahme am Jodo Shinshu Correspondence Course (JSCC) best\u00e4tigte &#8211; ein bisschen Werbung f\u00fcr den Online-Kurs kann halt nicht schaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden letzten Vortr\u00e4ge hielten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Markus R\u00fcsch zum Thema \u201eJodo Shinshu-Praxis in S\u00fcd-Kyushu und ihre Bedeutung f\u00fcr die Definition von Jodo Shinshu-Orthodoxy\u201c, sowie<\/li><li>Rev. Ducor-Sensei \u00fcber die \u201eResultate des Nenbutsu\u201c.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Rev. Matsumaru-Senei dankte in seinem Schlusswort allen Vortragenden, Unterst\u00fctzern und Teilnehmern, w\u00fcnschte gute Heimreisen und sagte \u201eAuf Wiedersehen!\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ESC20 hat mir sehr gut gefallen. Es war erst meine zweite ESC, aber trotzdem tat es sehr gut und war sch\u00f6n, vielen Leute wieder zu begegnen, die man das letzte Mal vor der Pandemie, bei der ESC19 in Southampton oder bei den j\u00e4hrlichen Hoonko-Seminaren in EKO-Haus das letzte Mal gesehen hatte. Auch einigen Dharma-Freunde, mit denen ich schon seit Monaten und Jahren online Andachten halte und \u00fcber die Lehren Buddhas spreche, bin ich zum ersten Mal oder seit Jahren wieder \u201elive\u201c begegnet \u2013 wunderbar! Einiges habe ich aus den Vortr\u00e4gen gelernt und mitgenommen, habe Inspirationen f\u00fcr kommende Reisen erhalten, aber auch viele interessante Dinge und Aspekte des Dharmas in den Gespr\u00e4chen zwischendurch und \u201eam Rande\u201c erfahren. Es tut gut, live mit so vielen Dharma-Freunden Andacht zu halten. Das gemeinsame Rezitieren der g\u00e4ngigen Andachts-Texte, insbesondere des Shoshinge bei der Jubil\u00e4umsandacht aber auch des Junirai am letzten Morgen erzeugten bei mir wirklich \u201eG\u00e4nsehaut-Feeling\u201c. Ich freue mich schon auf das Hoonko-Seminar im kommenden November (das Hotel ist gebucht!), welches sich immer wie eine \u201ekleine ESC\u201c anf\u00fchlt und nat\u00fcrlich noch mehr auf die ESC21 in zwei Jahren in Oxford!<\/p>\n\n\n\n<p>Namo-Amida-Butsu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Meik N\u00f6rling ESC, das bedeutet in diesem Fall nicht Escape (obwohl das, bezogen auf das Nenbutsu und diese leidvolle Welt, das \u201eBrennende Haus\u201c, schon irgendwie passen w\u00fcrde!), sondern \u201eEuropean Shin Conference\u201c, also Europ\u00e4ische Shin-Buddhistische Konferenz. Diese fand Anfang September &#8211; jetzt zum zwanzigsten Mal &#8211; im EKO-Haus der japanischen Kultur in D\u00fcsseldorf statt. Seit 1980 wird alle zwei Jahre zum ESC eingeladen. Die vorherige Konferenz, ESC19, wurde 2018 in Southampton von der dortigen Sangha um Rev. Gary Robinson und dem Chomon House ausgerichtet. Eigentlich sollte die ESC20 im Sp\u00e4tsommer 2020 in D\u00fcsseldorf und M\u00f6nchengladbach (EKO-Haus und Anjin-Do) stattfinden, aber coronabedingt musste die Konferenz dann zeitlich, und bedingt durch die Aufl\u00f6sung des Anjin-Do auch \u00f6rtlich, verschoben werden. Auch schon vor den eigentlichen ESC20-Tagen (4.-6. September 2023, Montag bis Mittwoch) gab es ein paar shin-buddhistische Events und Feierlichkeiten. So wurde am Morgen des 1. September feierlich das 30. Jubil\u00e4um des EKO-Hauses und des dazugeh\u00f6rigen buddhistischen Tempels Sanposan Ekoji begangen. Am Nachmittag erhielten 18 Leute aus verschiedenen L\u00e4ndern vom aktuellen Oberhaupt der Jodo Shinshu Nishi Hongwanji-ha, Seiner Eminenz Kojun Othani, dem 25. Gomonshu des Haupttempels Ryukokuzan Hongwanji in Kyoto, ihre Laien-Ordination (Kikyoshiki). Die Kikyoshiki- und Konferenz-Teilnehmer reisten aus verschiedenen L\u00e4ndern rund um den Globus an: Japan, USA, Kanada, Brasilien, Spanien, Gro\u00dfbritannien, Belgien, Niederlande, Deutschland, Schweiz. Da viele bereits vor dem eigentlichen Konferenzbeginn schon in D\u00fcsseldorf angekommen waren, konnte man die Zeit bis zum Start auch zum Austausch und Kennenlernen nutzen. Die eigentliche Konferenz begann dann am Montagmorgen mit einer buddhistischen Andacht im Konferenzsaal des EKO-Hauses, welcher, mit einem universellen buddhistischen Altar ausgestattet, auch als Tempel fungieren kann. Etwa 50 Personen nahmen vor Ort und ungef\u00e4hr 15 Personen via Zoom online teil. Nach Er\u00f6ffnungsworten von Rev. Matsumaru-Sensei (vor Ort) und von Zenmon-sama, dem 24., nunmehr emeritierten Gomonshu und Vater des aktuellen Oberhauptes (via Videobotschaft), starteten die ESC20-Vortr\u00e4ge, welche sich rund um das Themengebiet \u201eMitgef\u00fchl und Praxis bei Jodo Shinshu\u201c bewegten. Im Anschluss an die Vortr\u00e4ge konnten jeweils Fragen gestellt werden. Ab und an war schon zu merken, dass gewisse Themen auch Potenzial zur Kontroverse hatte. Rev. Kuwahara-Sensei begann mit dem Er\u00f6ffnungsvortrag direkt zum ESC20-Thema. Er stellte im Kern klar, dass wahrhaft reines Mitgef\u00fchl letztlich nur vom Buddha ausgehen kann, und dass man auf dem shin-buddhistischen Weg seine Praxis oft auch einfach nur darin findet, dass man mit anderen Shin-Buddhisten gemeinsam isst, trinkt und sich dabei \u00fcber den Dharma austauscht. Die weiteren Vortragenden des Tages waren: Kenneth Mullen (online) mit dem Thema \u201eKannon: Amidas Mitgef\u00fchl in Aktion\u201c Rev. Ducor-Sensei mit dem Vortrag \u201eDie Lehren von Shonyo Shonin, dem 23. Patriarchen des Hongwanji\u201c Xuan Phuc Nguyen erz\u00e4hlte seine eigene Lebensgeschichte und stellte die Frage \u201eGeburt im Reinen Land \u2013 augenblicklich oder am Ende des Lebens?\u201c. Nach einer Obento-Mittagspause wurden die Vortr\u00e4ge fortgesetzt: Rev. Dinca-Sensei (online) musste sich bei ihrem Vortrag \u201eDer Edle Achtfache Pfad; vier Arten der \u00dcbung in Honen Shonins Senjakushu\u201c mit technischen Tonproblemen auseinandersetzen. Rev. Arai-Sensei sprach \u00fcber \u201eMitgef\u00fchl auf dem Reinen Land-Pfad am Beispiel von Honen\u201c. Rev. Galvan-Alvarez-Sensei und Rev. Matsunaga-Sensei referierten \u00fcber \u201eErschaffung eines mitf\u00fchlenden Raums: Rituale, Praxis und Architektur der Jodo Shinshu\u201c. Alain De Preter stellte den wiederbelebten Tempel Jikoji in Belgien vor. Rev. Galvan-Alvarez-Sensei stellte gemeinsam mit einem Sangha-Mitglied, Javier Tomelloso, die Online-Sangha Jinen-ko vor, die vorwiegend Spanisch gebraucht. Der Konferenztag wurde mit einem Abendessen im Brauhaus Johannes Albrecht beschlossen. Auch Dienstag bot die ESC20 ein volles Programm, welches nach einer kurzen Andacht und Gru\u00dfworten, diesmal von Rev. Sasaki-Sensei (IABC) und Rev. Dake-Sensei (IASBS, per Video) mit Vortr\u00e4gen fortgesetzt wurde: Rev. Kashiwahara-Sensei (online) hielt einen Vortrag mit dem Titel \u201eWeder Mitgef\u00fchl noch Praxis\u201c. Rev. Ewers-Senseis Vortrag trug das Thema \u201eMitgef\u00fchl und Praxis im allt\u00e4glichen Leben\u201c. Rev. Sasaki-Sensei stellte die Frage \u201eWas ist \u201eGro\u00dfes Mitgef\u00fchl\u201c im Shin-Buddhismus\u201c. Rev. Dunn-Sensei stellte \u201eDichtkunst als Praxis\u201c vor. G\u00fcnter Peters referierte \u00fcber \u201eMetta-Meditation\u201c. Rev. Quirke-Thornton-Sensei stellte die \u201eSeelsorgerische T\u00e4tigkeit in Gro\u00dfbritannien aus Shin-Buddhistischer Perspektive\u201c vor. Zum Mittagessen gab es wieder eine leckere Obento-Box. Viele genossen das sch\u00f6ne Wetter anschlie\u00dfend im Tempelgarten des EKO-Hauses bis das ESC20-Programm fortgesetzt wurde. Der Nachmittag stand im Zeichen des Themengebiets \u201e\u00dcbersetzungen\u201c und die Rev. Miyaji-Sensei, Ducor-Sensei und Nottelmann-Feil-Sensei referierten jeweils \u00fcber das \u00dcbersetzen ins Englische, Franz\u00f6sische und Deutsche. Schlie\u00dflich diskutierten sie dann untereinander und mit den Teilnehmenden \u00fcber die Problematiken des \u00dcbersetzens. W\u00e4hrend einer Pause wurde ein Info-Video \u00fcber die Buddhist Churches of America (BCA) und deren Zentrum f\u00fcr Buddhistische Bildung eingespielt. Es folgte die Jubil\u00e4umsandacht zur 20. ESC in der Haupthalle des Eko-Tempels. Neun Priester nahmen im Naijin (der \u201cinnere Bereich\u201d) teil, alle anderen Konferenzteilnehmer im Gejin, in den Sitzreihen davor. Ein vierk\u00f6pfiges Gagaku-Ensemble unterst\u00fctzte die Andacht durch einschl\u00e4gige Kl\u00e4nge. Das Ganze wurde gekr\u00f6nt von einem wunderbaren Dharma-Talk von Rev. Quirke-Thornton-Sensei, der seine beiden vorher verfassten Predigten einfach ignorierte und eine aus dem Augenblick geborene Dharma-Unterweisung gab. Anschlie\u00dfend versammelten sich alle Teilnehmer zum Gruppenfoto und spazierten dann zum Italiener \u201eSpaghetti &amp; Stars\u201c um den Tag bei Gespr\u00e4chen, Bier, Wein, alkoholfreien Getr\u00e4nken und mehreren G\u00e4ngen (wahlweise auch vegetarisch) ausklingen zu lassen. Der letzte Konferenztag begann am Mittwoch wieder mit einer kurzen Andacht im Konferenzsaal. Im Anschluss berichtete Rev. Ilona Evers von der aktuellen Entwicklung in der BGJ-D. Es wurde dann \u00fcber die n\u00e4chste ESC gesprochen, Vorschl\u00e4ge wurden gemacht und diskutiert. Letztlich kamen die Versammelten \u00fcberein, dass die ESC21 in zwei Jahren (2025) in Gro\u00dfbritannien, vorzugsweise in Oxford, stattfinden sollte und dass das Thema \u201eFrieden und Harmonie\u201c sein sollte. Im Anschluss \u00fcberreichten mir Rev. Kuwahara-Sensei und Rev. Umezu-Sensei mein Zertifikat welches die erfolgreiche Teilnahme am Jodo Shinshu Correspondence Course (JSCC) best\u00e4tigte &#8211; ein bisschen Werbung f\u00fcr den Online-Kurs kann halt nicht schaden. Die beiden letzten Vortr\u00e4ge hielten: Markus R\u00fcsch zum Thema \u201eJodo Shinshu-Praxis in S\u00fcd-Kyushu und ihre Bedeutung f\u00fcr die Definition von Jodo Shinshu-Orthodoxy\u201c, sowie Rev. Ducor-Sensei \u00fcber die \u201eResultate des Nenbutsu\u201c. Rev. Matsumaru-Senei dankte in seinem Schlusswort allen Vortragenden, Unterst\u00fctzern und Teilnehmern, w\u00fcnschte gute Heimreisen und sagte \u201eAuf Wiedersehen!\u201c. Die ESC20 hat mir sehr gut gefallen. Es war erst meine zweite ESC, aber trotzdem tat es sehr gut und war sch\u00f6n, vielen Leute wieder zu begegnen, die man das letzte Mal vor der Pandemie, bei der ESC19 in Southampton oder bei den j\u00e4hrlichen Hoonko-Seminaren in EKO-Haus das letzte Mal gesehen hatte. Auch einigen Dharma-Freunde, mit denen ich schon seit Monaten und Jahren online Andachten halte und \u00fcber die Lehren Buddhas spreche, bin ich zum ersten Mal oder seit Jahren wieder \u201elive\u201c begegnet \u2013 wunderbar! Einiges habe ich aus den Vortr\u00e4gen gelernt und mitgenommen, habe Inspirationen f\u00fcr kommende Reisen erhalten, aber auch viele interessante Dinge und Aspekte des Dharmas in den Gespr\u00e4chen zwischendurch und \u201eam Rande\u201c erfahren. Es tut gut, live mit so vielen Dharma-Freunden Andacht zu halten. Das gemeinsame Rezitieren der g\u00e4ngigen Andachts-Texte, insbesondere des Shoshinge bei der Jubil\u00e4umsandacht aber auch des Junirai am letzten Morgen erzeugten bei mir wirklich \u201eG\u00e4nsehaut-Feeling\u201c. Ich freue mich schon auf das Hoonko-Seminar im kommenden November (das Hotel ist gebucht!), welches sich immer wie eine \u201ekleine ESC\u201c anf\u00fchlt und nat\u00fcrlich noch mehr auf die ESC21 in zwei Jahren in Oxford! 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