{"id":1229,"date":"2023-11-27T21:11:05","date_gmt":"2023-11-27T20:11:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bgjd.de\/?p=1229"},"modified":"2023-11-28T09:03:12","modified_gmt":"2023-11-28T08:03:12","slug":"hoonko-seminar-2023-im-ekoji","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/2023\/11\/27\/hoonko-seminar-2023-im-ekoji\/","title":{"rendered":"Hoonko-Seminar 2023 im Ekoji"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>von Meik N\u00f6rling<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>An den Hooko-Festen des Eko-Hauses nehme ich seit 2017 teil, also seitdem ich Mitglied der BGJ-D bin. Bis einschlie\u00dflich 2021 waren die Vortragenden immer japanische Priester der Jodo Shinshu Hongwanji-ha. 2022 hielt mit Rev. Jerome Ducor-Sensei erstmals ein Europ\u00e4er das Seminar und dieses Jahr hatten wir nicht nur einen Vortragenden, sondern gleich vier verschiedene: Mit Dr. Gerhard Marcel Martin einen evangelischen Professor der vergleichenden Theologie, dann die Rev. Enrique Galvan-Alvarez und Luella Matsunaga aus England und Dr. Ken Mullen, einen schottischen shin-buddhistischen Laien.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Seminar nahmen insgesamt elf Leute teil, w\u00e4hrend der Festandacht am Samstag waren immerhin ca. 20 Personen dabei. Via Zoom waren online ebenfalls zeitweise bis zu 20 Personen zugeschaltet, sogar aus Japan und Alaska!<\/p>\n\n\n\n<p>Vorort im Eko-Haus fand ich die Atmosph\u00e4re w\u00e4hrend des Seminars sehr famili\u00e4r \u2013 man kennt sich nun schon seit einigen Jahren und viele der Teilnehmenden hatte ich ja noch vor knapp drei Monaten auf der ESC20, der 20. Europ\u00e4ischen Konferenz der Shin-Buddhisten, getroffen. Sowohl die Impulse und Erkenntnisse, die man durch die Vortr\u00e4ge gewonnen hat, als auch die Gespr\u00e4che in den Seminar-Pausen waren f\u00fcr mich sehr inspirierend. Nat\u00fcrlich ist man nicht immer gleicher Meinung, und sicherlich gibt es selbst unter Shin-Buddhisten Unterschiede in der Herangehensweise an die eigene Religiosit\u00e4t und die eigene buddhistische Praxis. Aber das \u00e4ndert ja nichts daran, dass wir alle auf den Weg ins Reine Land sind!<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Vortr\u00e4gen und den enthaltenen kurzen Kommentar- und Gespr\u00e4chsrunden wurden auch aktuelle Themen angeschnitten, besonders am ersten Tag, wo es um \u201eLiebe, Hass und Mitgef\u00fchl\u201c ging, was nat\u00fcrlich unweigerlich auch kurz zu aktuellen Konflikten und der Frage f\u00fchrte, ob man auch seine Feinde nun wirklich lieben oder f\u00fcr sie Mitgef\u00fchl haben sollte. Beim Thema \u201e\u00dcbersetzung des Jodo Wasan\u201c stellten wir fest, dass Amida Buddha auch weiblich-m\u00fctterlich und auch als unbelebte Wesenheiten wie Hallen und B\u00e4ume t\u00e4tig sein kann. Der Vortrag vom letzten Tag wurde von vielen Anwesenden etwas kontroverser vernommen, da er auch die Meditationen des Kontemplations Sutras zum Inhalt hatte und die Frage stellte, ob man diese nicht als Shin-Buddhist \u00fcben und lehren kann, etwa als Sozialarbeiter oder bei der Betreuung von S\u00fcchtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n waren f\u00fcr mich auch wieder die Andachten, bei denen nat\u00fcrlich erneut auch die Lebensgeschichte von Shinran Shonin ritualisiert erz\u00e4hlt wurde. Sich diese Geschichten \u2013 Shinrans Leben und Weg \u2013 wieder ins Ged\u00e4chtnis zu rufen, ist f\u00fcr mich ein wichtiger Teil von Hoonko. Die Andachten live zusammen mit anderen zu rezitieren, insbesondere das Junirai und den Nenbutsu-Wasan, das ist etwas, was ich w\u00e4hrend der Pandemie sehr vermisst habe, was ich auch jetzt wieder feststellen durfte. Gut, dass das jetzt wieder m\u00f6glich ist und dass Hoonko im Ekoji daf\u00fcr immer eine wunderbare Gelegenheit ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch n\u00e4chstes Jahr werde ich sicher wieder dabei sein!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1231\" srcset=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DSCN4914-EDIT-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Gartenanlage mit Glockenturm und Eko-Tempel in D\u00fcsseldorf. Hoonko in D\u00fcsseldorf hat eine herbstliche Atmosph\u00e4re.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Meik N\u00f6rling An den Hooko-Festen des Eko-Hauses nehme ich seit 2017 teil, also seitdem ich Mitglied der BGJ-D bin. Bis einschlie\u00dflich 2021 waren die Vortragenden immer japanische Priester der Jodo Shinshu Hongwanji-ha. 2022 hielt mit Rev. Jerome Ducor-Sensei erstmals ein Europ\u00e4er das Seminar und dieses Jahr hatten wir nicht nur einen Vortragenden, sondern gleich vier verschiedene: Mit Dr. Gerhard Marcel Martin einen evangelischen Professor der vergleichenden Theologie, dann die Rev. Enrique Galvan-Alvarez und Luella Matsunaga aus England und Dr. Ken Mullen, einen schottischen shin-buddhistischen Laien. Am Seminar nahmen insgesamt elf Leute teil, w\u00e4hrend der Festandacht am Samstag waren immerhin ca. 20 Personen dabei. Via Zoom waren online ebenfalls zeitweise bis zu 20 Personen zugeschaltet, sogar aus Japan und Alaska! Vorort im Eko-Haus fand ich die Atmosph\u00e4re w\u00e4hrend des Seminars sehr famili\u00e4r \u2013 man kennt sich nun schon seit einigen Jahren und viele der Teilnehmenden hatte ich ja noch vor knapp drei Monaten auf der ESC20, der 20. Europ\u00e4ischen Konferenz der Shin-Buddhisten, getroffen. Sowohl die Impulse und Erkenntnisse, die man durch die Vortr\u00e4ge gewonnen hat, als auch die Gespr\u00e4che in den Seminar-Pausen waren f\u00fcr mich sehr inspirierend. Nat\u00fcrlich ist man nicht immer gleicher Meinung, und sicherlich gibt es selbst unter Shin-Buddhisten Unterschiede in der Herangehensweise an die eigene Religiosit\u00e4t und die eigene buddhistische Praxis. Aber das \u00e4ndert ja nichts daran, dass wir alle auf den Weg ins Reine Land sind! Bei den Vortr\u00e4gen und den enthaltenen kurzen Kommentar- und Gespr\u00e4chsrunden wurden auch aktuelle Themen angeschnitten, besonders am ersten Tag, wo es um \u201eLiebe, Hass und Mitgef\u00fchl\u201c ging, was nat\u00fcrlich unweigerlich auch kurz zu aktuellen Konflikten und der Frage f\u00fchrte, ob man auch seine Feinde nun wirklich lieben oder f\u00fcr sie Mitgef\u00fchl haben sollte. Beim Thema \u201e\u00dcbersetzung des Jodo Wasan\u201c stellten wir fest, dass Amida Buddha auch weiblich-m\u00fctterlich und auch als unbelebte Wesenheiten wie Hallen und B\u00e4ume t\u00e4tig sein kann. Der Vortrag vom letzten Tag wurde von vielen Anwesenden etwas kontroverser vernommen, da er auch die Meditationen des Kontemplations Sutras zum Inhalt hatte und die Frage stellte, ob man diese nicht als Shin-Buddhist \u00fcben und lehren kann, etwa als Sozialarbeiter oder bei der Betreuung von S\u00fcchtigen. Sch\u00f6n waren f\u00fcr mich auch wieder die Andachten, bei denen nat\u00fcrlich erneut auch die Lebensgeschichte von Shinran Shonin ritualisiert erz\u00e4hlt wurde. Sich diese Geschichten \u2013 Shinrans Leben und Weg \u2013 wieder ins Ged\u00e4chtnis zu rufen, ist f\u00fcr mich ein wichtiger Teil von Hoonko. Die Andachten live zusammen mit anderen zu rezitieren, insbesondere das Junirai und den Nenbutsu-Wasan, das ist etwas, was ich w\u00e4hrend der Pandemie sehr vermisst habe, was ich auch jetzt wieder feststellen durfte. Gut, dass das jetzt wieder m\u00f6glich ist und dass Hoonko im Ekoji daf\u00fcr immer eine wunderbare Gelegenheit ist. Auch n\u00e4chstes Jahr werde ich sicher wieder dabei sein!<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1229","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.1","language":"gb","enabled_languages":["de","gb"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"gb":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1229","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1229"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1229\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1234,"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1229\/revisions\/1234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}