{"id":1378,"date":"2024-09-16T12:24:57","date_gmt":"2024-09-16T10:24:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bgjd.de\/?p=1378"},"modified":"2024-09-16T12:27:55","modified_gmt":"2024-09-16T10:27:55","slug":"als-unsui-und-shin-buddhist-einmal-um-die-welt-japan-teil-3-shikoku-und-zurueck-richtung-tokyo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bgjd.de\/gb\/2024\/09\/16\/als-unsui-und-shin-buddhist-einmal-um-die-welt-japan-teil-3-shikoku-und-zurueck-richtung-tokyo\/","title":{"rendered":"Als Unsui und Shin-Buddhist einmal um die Welt: Japan, Teil 3 \/ Shikoku und zur\u00fcck Richtung Tokyo"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von Meik N\u00f6rling<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Reise durch Japan geht weiter. Von Himeji aus nehme ich einen Zug <strong>auf die Insel Shikoku.<\/strong> Die ist nat\u00fcrlich insbesondere bekannt f\u00fcr den Pilgerweg der 88 Tempel, der von Kobo Daishi Kukai er\u00f6ffnet worden sein soll und einmal rund um die Insel f\u00fchrt. Die ersten Tage auf der Insel verbringe ich in der <strong>Pr\u00e4fektur Kagawa im Nordosten.<\/strong> Dort besuche ich zuerst <strong>das Shingon Shu-Hauptkloster Zentsuji,<\/strong> das Kobo Daishi an dem Ort errichten lie\u00df, an dem er geboren wurde. Ich kann an zwei Andachten teilnehmen und auch eine Mini-88er-Pilgerschaft absolvieren. Der Besuch des <strong>Tempels Honenji,<\/strong> der den Verbannungsort von Honen Shonin, dem Lehrer von Shinran Shonin, markieren soll, ist weniger interessant. Dies ist eher ein Friedhofstempel einer Adelsfamilie, sowie ein Ort, wo sich Pilger, welche die \u201e24 mit Honen Shonin in Zusammenhang stehenden heiligen Orte\u201c besuchen, Stempel und Kaligraphie ins Pilgerb\u00fcchlein malen lassen k\u00f6nnen. Sonst geht hier nicht viel und fast alle Geb\u00e4ude sind verschlossen.<br>Ich reise in die <strong>nordwestliche Provinz Ehime<\/strong> weiter und besuche dort zuerst den Geburtsort von Ippen Shonin. Auch dort wurde ein Tempel errichtet, <strong>der Hogonzi<\/strong> geh\u00f6rt nat\u00fcrlich zur Ji Shu. Am vorletzten Tag auf der Insel schaue ich mir noch den <strong>Zuioji, das gro\u00dfe Ausbildungskloster des Soto-Zen auf Shikoku,<\/strong> an. Hier h\u00e4tte man ebenfalls um einen Klosteraufenthalt bitten k\u00f6nnen.<br>Von Shikoku aus trete ich dann den R\u00fcckweg Richtung Tokyo an, f\u00fcr den ich mir Zeit lasse. Ich \u00fcbernachte zuerst in <strong>Okayama<\/strong> und schaue mir in deren Umgebung den <strong>Tanjoji an, den Geburtstempels von Honen Shonin.<\/strong> Noch zu Lebzeiten des Meisters hatte einer seiner Sch\u00fcler hier ein Kloster gegr\u00fcndet, das schnell florierte. Es geh\u00f6rt ebenso zu den \u201e24 Honen-St\u00e4tten\u201c.<br>Die n\u00e4chsten \u00dcbernachtungen buche ich am <strong>Biwa-See<\/strong> und fahre von dort aus t\u00e4glich mit dem Zug um mir weitere Tempel anzusehen. Hier w\u00e4re insbesondere der <strong>Takedayama Hon-an Senjuji in Mie<\/strong> zu erw\u00e4hnen, der Haupttempel der Jodo Shinshu Takeda-ha. Dieser Zweig unserer Tradition hat sich zur Zeit von Rennyo Shonin vom Hongwanji abgespalten. Die Tempelgemeinschaft stammte urspr\u00fcnglich aus der Gegend um den \u00e4lteren Senjuji n\u00f6rdlich von Tokyo, gr\u00fcndete dann aber in der Kansai-Region einen weiteren Haupttempel und konnte dann auch hier viele Anh\u00e4nger gewinnen. Obwohl ich quasi \u201ezur Konkurrenz\u201c geh\u00f6re, was man ja auch an meinem <em>Nishi-Hongwanji-Wagesa<\/em> erkennen kann, werde ich freundlich aufgenommen und man l\u00e4sst mich in den beiden Hallen, der Gr\u00fcnderhalle und der Tathagata-Halle, kurze Andachten vollziehen.<br>Die letzten N\u00e4chte bleibe ich in <strong>Atsugi, n\u00f6rdlich von Kamakura und westlichen von Tokyo<\/strong> \u2013 um und direkt in Kamakura sind keine g\u00fcnstigen Hotels mehr frei und Tokyo scheidet aus demselben Gr\u00fcnden ohnehin aus. Ich unternehme noch ein paar kleine Pilgerwanderungen, etwa zum ehemaligen Kloster <strong>Oyama-dera<\/strong> der Tendai Shu, welches jetzt nur noch ein Tempel ist, und zum <strong>Hinata Yakushiji<\/strong> der Shingon Shu. Am vorletzten Tag besuche ich nochmal Kamakura, schaue mir dort <strong>das gro\u00dfe Zen-Kloster Kenchoji und den Jodo Shu-Tempel Hase-dera<\/strong> an, der auch Hase-Kannon genannt wird, weil Kannon Bodhisattva (Avalokiteshvara) dort das Hauptobjekt der Verehrung ist. Beide St\u00e4tten hatte ich schon bei Japan-Touren 2009 und erneut 2013 besucht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1380\" srcset=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1-1140x855.jpeg 1140w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_1.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hogonzi auf Shikoku &#8211; Ji Shu-Tempel am Geburtsort von Ippen Shonin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1381\" srcset=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2-1140x855.jpeg 1140w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_2.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tanjoji nahe Okayama &#8211; Jodo Shu Chinzei-ha-Tempel am Geburtsort von Honen Shonin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1382\" srcset=\"https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3-1140x855.jpeg 1140w, https:\/\/www.bgjd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Japan_3_3.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Takedayama Hon-an Senjuji &#8211; Haupttempel der Jodo Shinshu Takeda-ha in Mie<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Meik N\u00f6rling Die Reise durch Japan geht weiter. Von Himeji aus nehme ich einen Zug auf die Insel Shikoku. Die ist nat\u00fcrlich insbesondere bekannt f\u00fcr den Pilgerweg der 88 Tempel, der von Kobo Daishi Kukai er\u00f6ffnet worden sein soll und einmal rund um die Insel f\u00fchrt. Die ersten Tage auf der Insel verbringe ich in der Pr\u00e4fektur Kagawa im Nordosten. Dort besuche ich zuerst das Shingon Shu-Hauptkloster Zentsuji, das Kobo Daishi an dem Ort errichten lie\u00df, an dem er geboren wurde. Ich kann an zwei Andachten teilnehmen und auch eine Mini-88er-Pilgerschaft absolvieren. Der Besuch des Tempels Honenji, der den Verbannungsort von Honen Shonin, dem Lehrer von Shinran Shonin, markieren soll, ist weniger interessant. Dies ist eher ein Friedhofstempel einer Adelsfamilie, sowie ein Ort, wo sich Pilger, welche die \u201e24 mit Honen Shonin in Zusammenhang stehenden heiligen Orte\u201c besuchen, Stempel und Kaligraphie ins Pilgerb\u00fcchlein malen lassen k\u00f6nnen. Sonst geht hier nicht viel und fast alle Geb\u00e4ude sind verschlossen.Ich reise in die nordwestliche Provinz Ehime weiter und besuche dort zuerst den Geburtsort von Ippen Shonin. Auch dort wurde ein Tempel errichtet, der Hogonzi geh\u00f6rt nat\u00fcrlich zur Ji Shu. Am vorletzten Tag auf der Insel schaue ich mir noch den Zuioji, das gro\u00dfe Ausbildungskloster des Soto-Zen auf Shikoku, an. Hier h\u00e4tte man ebenfalls um einen Klosteraufenthalt bitten k\u00f6nnen.Von Shikoku aus trete ich dann den R\u00fcckweg Richtung Tokyo an, f\u00fcr den ich mir Zeit lasse. Ich \u00fcbernachte zuerst in Okayama und schaue mir in deren Umgebung den Tanjoji an, den Geburtstempels von Honen Shonin. Noch zu Lebzeiten des Meisters hatte einer seiner Sch\u00fcler hier ein Kloster gegr\u00fcndet, das schnell florierte. Es geh\u00f6rt ebenso zu den \u201e24 Honen-St\u00e4tten\u201c.Die n\u00e4chsten \u00dcbernachtungen buche ich am Biwa-See und fahre von dort aus t\u00e4glich mit dem Zug um mir weitere Tempel anzusehen. Hier w\u00e4re insbesondere der Takedayama Hon-an Senjuji in Mie zu erw\u00e4hnen, der Haupttempel der Jodo Shinshu Takeda-ha. Dieser Zweig unserer Tradition hat sich zur Zeit von Rennyo Shonin vom Hongwanji abgespalten. Die Tempelgemeinschaft stammte urspr\u00fcnglich aus der Gegend um den \u00e4lteren Senjuji n\u00f6rdlich von Tokyo, gr\u00fcndete dann aber in der Kansai-Region einen weiteren Haupttempel und konnte dann auch hier viele Anh\u00e4nger gewinnen. Obwohl ich quasi \u201ezur Konkurrenz\u201c geh\u00f6re, was man ja auch an meinem Nishi-Hongwanji-Wagesa erkennen kann, werde ich freundlich aufgenommen und man l\u00e4sst mich in den beiden Hallen, der Gr\u00fcnderhalle und der Tathagata-Halle, kurze Andachten vollziehen.Die letzten N\u00e4chte bleibe ich in Atsugi, n\u00f6rdlich von Kamakura und westlichen von Tokyo \u2013 um und direkt in Kamakura sind keine g\u00fcnstigen Hotels mehr frei und Tokyo scheidet aus demselben Gr\u00fcnden ohnehin aus. Ich unternehme noch ein paar kleine Pilgerwanderungen, etwa zum ehemaligen Kloster Oyama-dera der Tendai Shu, welches jetzt nur noch ein Tempel ist, und zum Hinata Yakushiji der Shingon Shu. Am vorletzten Tag besuche ich nochmal Kamakura, schaue mir dort das gro\u00dfe Zen-Kloster Kenchoji und den Jodo Shu-Tempel Hase-dera an, der auch Hase-Kannon genannt wird, weil Kannon Bodhisattva (Avalokiteshvara) dort das Hauptobjekt der Verehrung ist. 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