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Der Buddhismus ist 2500 Jahre alt, 2011 wurde in Kyōto der 750. Todestag Shinran Shōnins gefeiert, der als Begründer der “Schule der Essenz des Reinen Landes” (Jōdo Shinshū) gilt. Gemessen an diesen zeitlichen Dimensionen sind unser Leben und die Planungen unseres Alltags nur ein kurzes Intermezzo.

Auf unserer Website wollen wir uns vorstellen: Menschen, die versuchen den Buddhismus in dieser japanischen Tradition in Deutschland zu leben. Natürlich geht es uns darum, ein wenig die Faszination des Buddhismus spüren lassen, die bewirkt hat, dass sich Menschen so lange mit ihm beschäftigt haben. Wir bemühen uns, die shin-buddhistische Lehre auf verständliche Weise zu erklären. Im Hintergund steht immer die Frage, wie man die buddhistische Lehre heutzutage überhaupt noch leben kann.

Eines der wichtigsten Symbole des Buddhismus ist die Lotosblume, die der einheimischen Seerose auf dem Bild ähnelt. Die Lotosblüte steht für die Vollendung des Menschen im Erreichen der Buddhaschaft. In der Jōdo Shinshū verweist sie auf etwas viel Schlichteres, nämlich den Myōkōnin oder “wunderbar liebenswerten Menschen”. Wie die Lotosblume in einem schlammigen Teich wächst, so wurzelt der Myōkōnin ausschließlich im Alltag. Er ist nichts Besonderes und macht auch nichts Besonderes. Dennoch verwirklicht sich in ihm etwas, was nicht alltäglich ist. Das etwa könnte das Ziel eines menschlichen Lebens sein.